Suderburg bei Fusionsgesprächen schlecht vertreten?
Mit Datum vom 20.10.2012 liegt nun (inoffiziell) ein (vorläufiger) Fahrplan von Samtgemeindebürgermeister Friedhelm Schulz für die „Sondierungsgespräche für etwaige Fusionen“ vor. Am 29.10. ist die Abordnung der Samtgemeinde Suderburg in Wrestedt bei der Samtgemeinde Aue, am 6.11. zu einem 2. Gespräch in Uelzen und am 8.11. in Bad Bevensen-Ebstorf.
Die Zusammensetzung der Abordnung hat bereits im Vorfeld für Ärger gesorgt. Der Vorwurf: Die Gemeinde Suderburg fällt (mal wieder) hinten runter und ist nicht entsprechend vertreten. Der Vorschlag der seitens der SPD gemacht worden war, den Samtgemeindeausschuß und die drei Gemeindebürgermeister an den Vorgesprächen zu beteiligen, wurde abgelehnt. Die Kritik ist berechtigt. Teilnehmende sind jetzt:
3 Vertreter für die Gemeinde Gerdau mit 1.495 Einwohnern
Wilhelm Schröder, CDU, Gerdau
Wolfgang Hahnemann, SPD, Gerdau
Otto Schröder, CDU, Gerdau – als Bürgermeister
1 Vertreter für die Gemeinde Eimke mit 840 Einwohnern
Dirk-Walter Amtsfeld, unabhängig, Eimke – als Bürgermeister
2 Vertreter für die Gemeinde Suderburg mit 4.554 Einwohnern
Dirk Pellnath, WSL, Suderburg
Hans-Hermann Hoff, GRÜNE, Suderburg – als Bürgermeister
2 Vertreter für die Verwaltung
Friedhelm Schulz, Samtgemeindebürgermeister
Reinald Müller, allg. Vertreter des Samtgemeindebürgermeisters
Wieso und warum der Vorschlag der SPD abgelehnt wurde, ist nicht bekannt. Wäre er umgesetzt worden, hätte die Gemeinde Gerdau noch immer proportional zuviele Abgeordnete, aber Suderburgs beiden größte Fraktionen wären zumindestens mit jeweils einem Vertreter dabei. Es würde dann folgendermaßen aussehen:
4 Vertreter für die Gemeinde Suderburg mit 4.554 Einwohnern
Bernd Rahlfs, CDU, Suderburg
Manfred Mikulla, SPD, Suderburg
Dirk Pellnath, WSL, Suderburg
Hans-Hermann Hoff, GRÜNE, Suderburg – als Bürgermeister
Wieso sich die Suderburger auch in diesem Fall mal wieder so „über den Tisch ziehen lassen“, ist mir schleierhaft.

Beim geplanten Zeitplan der Verwaltung fällt auf, das von 5 Wochen Vorbereitungszeit der Rats- und Öffentlichkeitsbeteiligung, bereits 3 vergangen sind.
Lediglich Suderburgs Bürgermeister Hans-Hermann Hoff hat sich bisher geäußert und plant ein Bürgerforum.
Zu hören über eventuell geplante Bürgerinformationstermine ist ansonsten bislang nichts. Der dafür geplante Zeitraum beträgt drei Wochen und endet am 30.11.
Die anschließenden Beratungen der Gemeinden und Samtgemeinde sind nicht öffentlich. Lediglich für den 17.12. ist ein Termin für die öffentliche Beratung und Beschlussfassung in allen vier Räten angesetzt. Wie soll das gehen?
Bürger, die sich informieren und einbringen möchten, werden es schwer haben!
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