Viele kennen ihn in Suderburg, die meisten vom VfL. Er ist ein Suderburger Urgestein und beim Lauftreff gehört er quasi zum Inventar.
Beruflich war er über lange Zeit der ranghöchste Wasserwirtschaftler in Niedersachsen: Leitender Baudirektor bei der Bezirksregierung in Lüneburg. Er galt (und gilt noch heute) als überaus kompetent, verbindlich, pragmatisch und lösungsorientiert.
Schon vor 26 Jahren, beim Kampf ums alte Pfarrhaus, hat er Strippen gezogen, Kontakte geknüpft, Brücken gebaut und Menschen zusammengebracht. Er war ein wesentlicher Baustein auf dem Weg zum Gelingen.
Das, was er nun gemacht hat, war wieder ein typischer Baumgarten. Mit einer Spitzhacke bewaffnet, begab er sich in das Regenrückhaltebecken am Kindergarten. Dort hat er den Einlauf und Auslauf „etwas freigemacht“, um sich ein Bild zu machen und seine Schlüsse zu ziehen:
„Beim Einlauf tröpfelte etwas Wasser – das Rückhaltebecken wurde in den letzten 15 Jahren praktisch nie genutzt“.
Anschließend setzte er sich hin und schrieb an den Bauamtsleiter:
„Lieber Herr Lilie, der „alte Wasserwirtschaftler“ meldet sich noch einmal“
„… Der Vorschlag von Mikulla, den Beckenbereich für ein neues Gebäude zu nutzen, lässt sich meines Erachtens gut realisieren und verhindert einen monatelangen Streit! Man kann nämlich Einlauf und Auslauf mit einer Rohrleitung gut verbinden (Gefälle haut hin…). Die Auffüllung könnte etwas niedriger bleiben bzw. nur Teilauffüllung für das Gebäude, Rest „Rückhaltebecken“ oder Teich.
Das wenige Wasser von oben kann also gut in das dörfliche Entwässerungsnetz abgeleitet werden. Das historisch wertvolle Schulgebäude könnte verkauft oder im Kindergartenbereich für spezielle Dinge genutzt werden.
Mit freundlichen Grüßen
Jupp Baumgarten“
Nichts anderes, als diese knappe Schlussfolgerung, wird vermutlich ein Hydraulikgutachten bringen, dass die Fachleute zur Feststellung der (Un-)Sinnhaftigkeit des Beckens benötigen.
Danach könnte man wirklich noch einmal neu denken, denn plötzlich ständen ca. 1.500 qm Gelände zur Verfügung, auf das man bauen könnte was man möchte.
Das ist ein Vorschlag aus der Gruppe des Bürgerbegehrens, die tatsächlich nicht den Neubau eines Gebäudes für die Kinderkrippengruppen verhindern wollen, sondern ausschließlich das Gebäude der alten Schule erhalten möchten.

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