Gestern, 12.10.2020, war der Abriss der alten Schule am Gänsekamp in Suderburg Thema in einer nichtöffentlichen Sitzung des Verwaltungsausschusses.
Gemeindedirektor Thomas Schulz: „Entscheidung zunächst zurückgestellt…“
Das mit Spannung erwartete Ergebnis der Sitzung fasst Gemeindedirektor Thomas Schulz heute auf Nachfrage zusammen: „Die Entscheidung über das Thema ist gestern zunächst zurückgestellt worden“.
Suderburgs Bürgermeisterin Dagmar Hillmer verweist zunächst auf die Verschwiegenheitspflicht der Ausschussmitglieder, ist dann aber bereit, etwas Grundsätzliches zu der Entscheidung zu sagen:
„Ein wesentlicher Grund ist, dass es neue Erkenntnisse hinsichtlich des Bedarfs an Krippenplätzen gibt. Dazu kommt, dass wir den Bürgern gegenüber die Verantwortung haben, sparsam zu wirtschaften und die Pflichtaufgaben im Auge zu behalten. Das in Kombination, ist in der jetzigen Situation alleine schon ein Grund, das ganze „Paket“ neu zu überdenken.“
Der gesunkene Bedarf nimmt den Druck aus der Angelegenheit
Nach ihrer Einschätzung nimmt der gesunkene Bedarf sehr viel Druck aus der Angelegenheit. Ein Druck auf die Politiker/innen, der seitens der Verwaltung in der Vergangenheit sehr hoch gehalten wurde. Die Vorgaben des Landes, mit eng gesetzten Terminen, hatte dort immer Priorität eins.
Nun gibt es die Chance, alles noch einmal in Ruhe zu überdenken. Die tatsächliche Kinderzahl ist derzeit zwar immer noch offen, eine Tendenz ist aber schon sichtbar. „Wenn wir tatsächlich vielleicht nur noch für eine Gruppe planen müssen, haben wir mit dem Altbau überhaupt kein Problem. Aber auch für zwei Gruppen läßt sich darin vermutlich eine gute Lösung finden“, so Hillmer.
Für sie selbst war bis zuletzt das Thema „noch nicht durch“ und die Proteste zum Abriss, aus dem Dorf, konnte sie gut verstehen. Etwas Altes funktionsfähig zu erhalten und zu nutzen, findet sie charmant – besonders in diesem Haus, in dem auch ihre Kinder die Vorschulzeit verbracht haben.
Optimistisch hat sie die Verwaltungsratsitzung gestimmt, die nach ihren Angaben sehr sachlich und konstruktiv verlaufen ist. „Mit den neuen Erkenntnissen wollen wir das ganze Paket überdenken und zurück in den Bauausschuss geben.“
Vermutlich wird der Punkt auch auf der Tagesordnung der Ratssitzung am 22.10. stehen, es ist aber nicht damit zu rechnen, dass dann schon Entscheidungen gefällt werden können. Damit wird dann auch die Öffentlichkeit eingebunden, darauf will man in Zukunft besonders achten.
Andreas Paschko

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